Mexiko – Neuseeland 14.11.2013

By | November 13, 2013

Ein absolut unerwartetes Duell in den PlayOffs. Neuseeland ist dabei nicht die Überraschung, da seit dem Weggang von Australien, die Kiwis die Konstante sind. Bei Mexiko dachten alle an einen starken Lauf in der Qualifikation, schließlich zeigte das Team bei Olympia eine wirklich tolle Leistung, die mit einer Goldmedaille gekürt wurde. Die Realität sah dann ganz anders aus. Mexiko spielte eine ausgesprochen schwache Qualifikation und war am Ende verdient hinter den USA, Costa Rica und sogar Honduras.

Mexiko

Das Team ist weit entfernt von dem was die stolze Fußballnation so frenetisch feierte nach dem Olympiasieg. Die Probleme dabei sind vielschichtig. Auf der einen Seite sind einige Topspieler weit von ihrer Form entfernt und auf der anderen scheint auch von Trainer- und Verbandsseite viel falsch zu laufen, aber eins nach dem anderen.

Da war zuerst die miserable Qualifikation, die Mexiko spielte. Sie qualifizierten sich durch ein Wunder für die PlayOffs und zwar nur weil die USA in den letzten Minuten noch zwei Tore schossen, die sie nicht einmal brauchten. Es war wohl das erste Mal, dass zwischen diesen zwei Staaten so etwas wie freundschaftliche Stimmung herrschte. Die Verzweiflung (oder Ideenlosigkeit) im Verband ist dabei so groß, dass man nun Miguel Herrera auf die Trainerbank setzt und das erst einmal nur für die zwei PlayOff Spiele.

Sein Vorgehen kann und muss als radikal bezeichnet werden, denn er lässt beinahe alle in Europa spielenden Stars zu Hause. Selbst ein Hernandez (Chicharito) wurde nicht berufen. Man wird mit einem beinahe rein in Mexiko spielendem Kader auflaufen.

Neuseeland

Die Neuseeländer gefielen mit ausgesprochen gut bei der letzten WM. Sie spielten mit viel Herz und waren vermutlich die größten Sympathieträger der Weltmeisterschaft. Das Team erreichte immerhin drei Unentschieden und schied sehr knapp aus. Man glaubt es kaum, aber sie landeten noch vor Italien. Für Gesprächsstoff sorgte natürlich auch ihre „Akquise“ an neuen Spielern aus anderen Ländern. Winston Reid spielt seitdem für Neuseeland und nicht für Dänemark, genauso wie Tommy Smith, der für Neuseeland anstatt für England aufgelaufen ist (beide haben als Junioren nicht für Neuseeland gespielt).

Doch was macht das Team aus, das man so schwer einschätzen kann? Sie spielen einen meist defensiven Fußball wenn es gegen starke Gegner geht. In ihrer Ozeanien-Gruppe ist die nicht notwendig gegen Staaten wie Neukaledonien, Fidschi oder Tahiti. Sie haben einige Legionäre in der Premier League, wobei hier vor allem Kapitän Reid heraussticht, der jedoch verletzt passen muss.

Tipp

Bei normalem Verlauf muss Mexiko als Gewinner vom Platz gehen. Sie tricksten sogar mit einem hohen Austragungsort, wobei Neuseeland deswegen sehr spät anreisen wird um hier so wenig Einfluss wie möglich zuzulassen. Sehr wahrscheinlich ist hier auch ein Spiel mit wenig Toren.

Statistiken zum Spiel und den Mannschaften

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