WM-Playoffs UEFA

Die Gruppensieger  stehen fest und nun geht es für die Teams, die es nicht geschafft haben in die Playoffs. Dabei haben wir einige eher überraschende Teilnehmer wie Island. Die Hinspiele finden am 15.11.2013 statt, die Rückspiele am 19.11.2013. Hier die Duelle im Detail:

Portugal – Schweden

Alle Augen richten sich natürlich ausschließlich auf die zwei Superstars Ronaldo und Ibrahimovic. Portugal präsentierte sich wie bei fast jeder Qualifikation sehr schwach um dann am Ende über die Playoffs zu gehen, wo sie dann doch meist durchkommen. Bosnien kann hier nach zwei verlorenen Playoff Anläufen sicher ein Lied davon singen.

Die Schweden spielten insgesamt stark und dürften vor allem mit dem 4-4 gegen Deutschland auf sich aufmerksam gemacht haben. Ibrahimovic hat längst seine Schwäche gegen die großen Teams abgelegt und trifft eigentlich immer. Es verspricht ein heißes Duell zu werden.

Stars neben Ronaldo – In Deutschland vielleicht nicht immer ein großer Name, aber international ist Moutinho ein Top-Spieler. Beim neuen „Bonzenclub“ AS Monaco gehört er zur Stammelf und bedient dort natürlich vor allem Falcao. Andere sehr bekannte Namen wie Nani oder Coentra haben in dieser Saison doch stark abgebaut. Der sicherlich zurecht als leicht verrückt bezeichnete Pepe ist jedoch auch weiterhin einer der besten Verteidiger Europas und eben eine schillernde Persönlichkeit, die einiges an Rampenlicht mitbringt.

Stars neben Ibrahimovic – Kann es diese geben? Eigentlich nicht wenn der Schwede weiterhin Hackentore und ähnliches nachlegt, aber ein paar bekanntere Namen sind vorhanden. In Deutschland unbekannt, aber in Russland inzwischen absolut etabliert sind Rasmus Elm und Pontus Wernbloom, die beide für ZSKA Moskau auf dem Platz stehen. Vor allem Wernbloom gilt als sehr zuverlässige Kraft vor der Abwehr, die ihre Arbeit konstant verrichtet. Ansonsten sind die Schweden eher als Einheit gefährlich.

Tipp: Am Ende dürfte sich Portugal einmal mehr über die Playoffs zur WM retten

Ukraine – Frankreich

Die Ukraine hat hier einen denkbar unbequemen Gegner abbekommen. Die Ukrainer waren sogar nah an dem sensationellen Gruppensieg, weil sie von den Schwächen der Engländer und Polen profitiert haben, die hier als Favoriten galten. Die Franzosen spielten insgesamt souverän, aber sie hatten das Pech Spanien in ihrer Gruppe zu haben. Diese zwei Teams dominierten ihre Gruppe zu jedem Zeitpunkt. In diesem Duell dürfte Ribery der absolute Superstar sein nach einer sensationellen letzten Saison und dem bisherigen Verlauf mit den Bayern.

Die Stars im Team – Die Ukraine hat inzwischen offensiv immer wieder absolute Supertalente. Aktuell steht natürlich Yarmolenko über allem, der bis heute bei Dynamo Kiew spielt obwohl halt Europa hinter ihm her ist. Bislang traf er in jedem Wettbewerb, an dem er teilgenommen hat und man fragt sich wann der Wechsel zu einem großen Clubs kommen wird. Ein Auge sollte man noch auf Konoplyanka haben von Dnipro Dnipropetrovsk. Der Club spielt inzwischen oben mit in der Ukraine und hat mit Juande Ramos einen namhaften Trainer. Die Stärke dieses Teams ist die mannschaftliche Leistung.

Stars neben Ribery – Hier gibt es natürlich eine lange Liste, wobei sich in den letzten 12 Monaten die Liste verschoben hat. Spieler wie Benzema bleiben natürlich weit oben, aber es sind einige sehr junge Spieler, die einen raketenhaften Aufstieg hinter sich haben. Hier sind drei Namen, die einfach genannt werden müssen: Paul Pogba (20, Juventus Turin), Eliaquim Mangala (22, FC Porto) und natürlich Mamadou Sakho (23, FC Liverpool). Diese drei dürften eine glänzende Zukunft vor sich haben, der 20-jährige Pogba gilt inzwischen als kaum zu ersetzender Baustein bei Juventus Turin.

Tipp: Ganz klar – alle Vorteile bei Frankreich

Griechenland – Rumänien

Die Griechen hätten es einmal mehr fast geschafft mit ihrem minimalistischen Fußball, aber dieses Mal kamen ihnen die Bosnier in die Quere. Sie spielten dennoch eine sehr solide Qualifikation und müssen nur in die Playoffs, weil sie von Bosnien einmal geschlagen wurden. Rumänien setzte sich beim Kampf um Platz zwei gegen Ungarn und die Türkei durch. Platz eins war in dieser Gruppe eh nie ein Thema, da die Niederländer alles wegfegten was ihnen in den Weg kam.

Keine Stars – Bei den Griechen traue ich mich nicht einmal das Wort Stars in den Mund zu nehmen, da sie einmal mehr als Einheit funktionieren und auf einem unfassbar langweiligen Level mit einem Fußball aus vergangener Zeit. Dennoch funktioniert die Spielweise, so lange die Defensive hält, was nur ein einziges Mal nicht der Fall war und genau das kostete die Griechen den ersten Platz. Sokratis von BVB dürfte den meisten ein Begriff sein und auch sonst sind durchaus bekannte Namen dabei. Einen genauen Blick sollte man auf Mitroglou haben. Der 25-jährige scheint endlich sein Potenzial abzurufen. Er schießt in Griechenland Tore am laufenden Band und ist auch in der Champions League erfolgreich. Er wird bereits mit bekannten Clubs in Verbindung gebracht.

Teamplay – Die Rumänen haben ein solides Team, aber ihre Leistungen schwankten sehr stark. Das größte Talent und ein sehr junger Kapitän ist Vlad Chiriches von Tottenham Hotspur. Es ist kein Zufall, dass er Abwehrspieler ist, denn hier ist die absolute Stärke dieses Teams, doch auch hier sieht man einige Schwankungen.

Tipp: Griechenland mit seiner extrem defensiven Spielweise ist am Ende das stabilere Team und wird dominieren.

Island – Kroatien

Ja, ihr lest richtig, da steht wirklich Island…mir fällt es bis heute schwer das zu glauben, aber die Isländer konnten die Tatsache ausnutzen in einer sehr schwachen Gruppe gelandet zu sein. Potenzielle Konkurrenten um den zweiten Platz (die Schweiz war hier als Gruppensieger nie gefährdet) wie Slowenien, Norwegen, Albanien und Zypern hatten alle zahlreiche Schwächephasen oder sie erleben gerade eine Krise im Fußball (siehe Norwegen). Die Kroaten präsentierten sich sehr schwach und das trotz wirklich bekannter Namen im Team, aber sie hatten mit Belgien auch einen Konkurrenten, der wohl das meiste Talent in Europa in den eigenen Reihen hat.

Der absolute Star Sigurdsson – Kein Weg führt am Tottenham-Mann vorbei. Sigurdsson ist absolut zurecht eines der Stützen bei Tottenham mit drei Toren in sieben Spielen in dieser Saison. In der Qualifikation war er mit vier Toren und drei Vorlagen DER Mann, dem man danken sollte in Island. Ansonsten sind aber einige junge Talente dabei, die sicherlich eine gute Karriere in Europa hinlegen werden.

Bekannte Namen reichen nicht – Kroatien enttäuschte teilweise, insbesondere in den letzten Spielen. Gegen das Supertalent-Team aus Belgien hatte in dieser Gruppe eh niemand eine Chance, aber sie waren auch außerhalb dieser Begegnungen nicht wirklich überzeugend. Das Team wirkte zu selten als Einheit und so konnte beispielsweise selbst der Serien-Torschütze der Bayern, Mandzukic, lediglich drei Treffer verbuchen. Es fehlte oft Ordnung im Spiel, sowohl offensiv als auch defensiv. Der Superstar auf dem Papier ist Modric, der nicht so richtig in Fahrt zu kommen scheint im Moment. Daneben sind bekannte Namen wie Mandzukic, Perisic, Rakitic (der erstaunlich gut spielt bei Sevilla), Lovren oder Srna.

Tipp: Am Ende sind die Kroaten individuell zu stark für Island.

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